Korrespondierende Mitgliedschaft
Korrespondierende Mitglieder – das sind jene Mitglieder unseres Verbandes, die sich als Dienstleister der Buchbranche engagieren. Viele unserer Korrespondierenden Mitglieder unterstützen schon seit Jahren die Buchbranche und helfen dabei, die täglichen Herausforderungen zu meistern. Ihre spezifischen Produkte und Dienstleistungen setzen Zeichen durch Beständigkeit oder inspirieren als treibender Motor in eine erfolgreiche Zukunft.
| Sven Wischhusen (knk Business Software AG) | |
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Was sind Ihre Beweggründe Korrespondierendes Mitglied im Börsenverein zu sein und was erhoffen Sie sich von der Mitgliedschaft? Die knk Business Software AG ist seit mehr als 20 Jahren als Dienstleister für viele große und kleine Verlage engagiert. Wir haben die Höhen und Tiefen der letzten beiden Jahrzehnte der Branche miterlebt. Da ist es selbstverständlich, wenn wir unsere Verbundenheit mit der Branche auch durch eine Mitgliedschaft dokumentieren. Und wir erhoffen uns umgekehrt natürlich durch eine Mitgliedschaft als Partner dieser Branche von den Verlagen wahrgenommen zu werden. Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Börsenverein? Wir haben den Börsenverein als eine Institution erlebt, die in der Lage ist, die Interessen seiner Mitglieder so zu artikulieren, dass die Branche in den Spannungsfeldern der Politik auch Gehör findet. Spannend dürfte die Frage werden, ob und wie sich der Börsenverein bei der geplanten Reform der Mehrwertsteuer durchsetzen kann. Was sind für Sie persönlich die spannendsten Herausforderungen für die Buchbranche in den nächsten Jahren? Mich beschäftigt natürlich auch die Frage, die die Branche in den letzten Jahren umtreibt: Welche Rolle wird das gedruckte Buch in Zukunft im Zeitalter der Digitalisierung spielen? Denn wir gehen davon aus, das die Möglichkeiten des elektronischen Publizierens auch neue Geschäftsmodelle für andere Zielgruppen hervorbringen. Interessant zu beobachten wird sein, ob das gedruckte Wort in diesem neuen Wettbewerb seine dominierende Stellung behaupten kann. Und was wir dazu beitragen können, dass die Verlage Instrumente an die Hand bekommen, welche es ihnen ohne hohe Investments ermöglichen, attraktive Geschäftsmodelle in schnelllebigeren Märkten zu entwickeln. |
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| Petra Steinfeld (Klopotek & Partner GmbH) | |
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Was sind Ihre Beweggründe Korrespondierendes Mitglied im Börsenverein zu sein und was erhoffen Sie sich von der Mitgliedschaft? Klopotek ist seit jeher ein Unternehmen, das der Branche verpflichtet ist, und hat daher bereits Anfang der 1990er Jahre beantragt, Börsenvereinsmitglied zu werden. Unsere Kunden, die Verlage, sind in der Regel in diesem Branchengremium engagiert, und wir als Meinungs- und Branchenführer sehen es als wichtige Quelle zum Austausch und zur Information an. Ebenso sind die Initiativen zur Standardisierung oder auch Digitalisierung Themen, die sowohl unsere Kunden als auch uns bewegen, so dass es selbstverständlich ist, diese Erfahrungen, den Nutzen und die Lösungen auch innerhalb der Branche zu verbreiten. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass die Branche über ihren Tellerrand schaut, und das muss und kann der Börsenverein zum Nutzen aller Mitglieder tun, so dass alle davon partizipieren. Unsere Mitgliedschaft hatte bislang keine unmittelbaren Vorteile, vom eigentlichen Vorteilsprogramm abgesehen, denn bisher war uns der Zutritt zu den meisten Veranstaltungen auch ohne Mitgliedschaft erlaubt – dennoch finden wir es wichtig, als Unternehmen der Publishing-Branche diesem Verband anzugehören. Dr. Honnefelder als Vorsteher hat ja in seinem Eröffnungsbeitrag zum diesjährigen Publishers' Forum die Wichtigkeit der gemeinsamen Bemühungen um Innovation und Modernisierung betont. Wir als Veranstalter der mittlerweile sicherlich größten Branchenveranstaltung nach den Buchtagen und der Buchmesse – eben jenes Publishers' Forums – sehen es auch als Verpflichtung an, unsere Innovationskraft in die Branche zu tragen. Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Börsenverein? Nur positiv, wie gesagt, die Betreuung ist rasch, freundlich und kompetent, die Homepage hilft, die einzelnen Personen des Börsenvereins sind immer offen für Fragen und Diskussionen. Und es gab auch vor unserer Mitgliedschaft immer sinnvollen Austausch. Was sind für Sie persönlich die spannendsten Herausforderungen für die Buchbranche in den nächsten Jahren? Wir erleben aktuell ein Spannungsfeld zwischen Konzentration des Handels, Wandel der Medienrezeption, IT-Innovationen rund um Content sowie zu neuen Prozessen – und Kostendruck, in allen drei Sparten. Dieses Spannungsfeld positiv zu wandeln, damit es auch in 10 Jahren noch Leser (auf welchem Device auch immer) gibt, die Vielfalt erhalten bleibt und sowohl Handel als auch herstellender Buchhandel – online wie offline – ihre Existenzberechtigung behalten, ist und bleibt spannend. |
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| Jörg Müller (MKD Mediengestaltung) | |
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Was sind Ihre Beweggründe Korrespondierendes Mitglied im Börsenverein zu sein und was erhoffen Sie sich von der Mitgliedschaft? Anfang dieses Jahrtausends erhielt ich durch die Buchhändlerin Ilona Rehme die Gelegenheit mich als Internetdienstleister einer großen Zahl von Buchhandlungen und Verlagen zu präsentieren. Seitdem haben sich gute Kontakte und Geschäftsbeziehungen und auch eine gute und enge Zusammenarbeit mit dem Börsenverein, insbesondere mit dem Sortimenterausschuß ergeben. Meine Mitarbeiter und ich haben in diesem Jahrzehnt Wissen über die "Familie" Buchhandel erworben, das in unsere Arbeiten einfließt. Durch dieses branchenspezifische Wissen haben wir auch spezielle Produkte für den Buchhandel entwickelt. Die Möglichkeit zu nutzen, korrespondierendes Mitglied zu werden, war für mich ein wichtiger Schritt um die Verbundenheit mit der Branche herauszustellen und auch etwas von dem zurückzugeben, das ich in all den Jahren erhalten habe. Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Börsenverein? Es sind durchweg positive Erfahrungen, die ich mit den Menschen im Börsenvereinsumfeld mache. Unabhängig davon, ob es MitarbeiterInnen, Mitglieder oder Zulieferer sind. Was sind für Sie persönlich die spannendsten Herausforderungen für die Buchbranche in den nächsten Jahren? Ich glaube, dass es die sich ständig verändernde Nutzung von Informationstechnologie ist. Vor ca. 15 Jahren habe ich als Berater für den Bundesverband Druck eine Ausarbeitung zum Thema Kataloge, Print oder CD, gemacht. Es wurden zu der Zeit die Ängste diskutiert, ob das neue Medium CD nicht den gedruckten Katalog überflüssig macht. Gespräche, u. a. auch mit Verantwortlichen aus dem OTTO Versand zeigten, das man bei solchen Veränderungen in Generationszeiträumen denken kann. Mag sein, daß sich der Rhythmus um ein paar Jahre verkürzt hat. Abgesehen von der Quelle-Insolvenz findet man aber in Haushalten immer noch Kataloge vom Otto Versand oder von Neckermann neben CD- und Internet-Angeboten. Bücher kann man meines Erachtens damit vergleichen. Wichtig bei dieser Betrachtung ist der Kaufgrund. Hat das Buch einen Unterhaltungs- bzw. einen Erlebniswert, wird es sicher nur selten gegen elektronische Produkte getauscht. Steht die Zweckmäßigkeit im Vordergrund (z. B. eBooks für eine Reise, Sachbücher für eine Ausarbeitung) kann sich das umkehren. Geht die Buchbranche auf diese sich ständig verändernden Bedingungen und vor allen Dingen auf die Wünsche der Kunden ein, bin ich sicher, daß auf Papier oder einem vergleichbaren Material gedruckte Bücher uns lange überleben werden. |
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| Andreas Selling (Hubert & Co) | |
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Was sind Ihre Beweggründe Korrespondierendes Mitglied im Börsenverein zu sein und was erhoffen Sie sich von der Mitgliedschaft? Als Unternehmen der grafischen Industrie hat sich Hubert & Co ausschließlich auf die Produktion von (meist einfarbigen) Büchern im kleinen bis mittleren Auflagenspektrum (50 bis 5.000 Exemplare) spezialisiert. Seit Anfang 2010 unterstützen wir unsere Kunden darüber hinaus bei der Herstellung von E-Books, die über das wissenschaftliche E-Book-Portal www.e-cademic.de auch vertrieben werden können. Unsere Nähe zum Medium "Buch" drücken wir seit langem mit unserem Firmenslogan "Von Buchmenschen für Buchmenschen" aus. Daher war es für uns als technischen Betrieb durchaus selbstverständlich, einem Branchenverband beizutreten, dessen Mitglieder sich eben diesem Medium widmen. Traditionell waren die Tätigkeiten des Verlegens, des Druckens und des Verbreitens ohnehin in einer Hand; allein deshalb gebührt dem Buchdrucker genauso ein Platz im Börsenverein wie dem Buchverleger und dem Buchhändler. – Von der Mitgliedschaft im Börsenverein erwarten wir eine noch größere Nähe zur Branche und – durch den Besuch von Veranstaltungen, persönliche Kontakte etc. – den erleichterten Zugang zu Informationen, die uns helfen, noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden und die Herausforderungen der Branche einzugehen. Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Börsenverein? Die Kontakte zum Börsenverein waren bisher freundschaftlich und kollegial. Eine noch etwas bessere Einbindung der korrespondierenden Mitglieder in das Branchen- und das Verbandsgeschehen scheint sich durch die Bildung eines entsprechenden Referates abzuzeichnen. Was sind für Sie persönlich die spannendsten Herausforderungen für die Buchbranche in den nächsten Jahren? Auch für uns stellen sich die spannendsten Fragen im Zusammenhang mit der Digitalisierung und den zahlreichen neuen Formen, in denen Inhalten ("Content") präsentiert werden kann. Als Buchdrucker und -binder würde man sich gerne den Stimmen anschließen, die sich eine Welt ohne das gedruckte Buch nicht vorstellen können, aber im Lichte der rasanten technischen Entwicklungen der letzten Jahre vermeide ich grundsätzlich Sätze, die mit "Ich kann mir gar nicht vorstellen ..." beginnen. iPad und Co sind schon ernst zu nehmende Konkurrenten für das Trägermedium "Papier" - sich in Nostalgie und die immer wieder beschworene Haptik zu flüchten, hilft da wenig. Aber "Buch" bezeichnet in der deutschen Sprache nicht nur das physische Objekt, sondern auch Inhalt: Wichtig ist, dass es überhaupt noch anspruchsvolle, intelligente und schöne Inhalte geben wird. Wie diese präsentiert werden, ist dann vielleicht sogar zweitrangig, und als innovatives Unternehmen wird es Hubert & Co gelingen, auch in einer sich verändernden Buchwelt seinen Platz zu bewahren. |
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